Börsenbericht vom 10. Mai 2024 – SMI-Höhenflug dauert an | Sandoz, Richemont, Julius Bär, UBS, Swiss Re und Holcim gefragt | Hochdorf, Givaudan und Kühne + Nagel verlieren (2024)

Aktien Schweiz Schluss: Fünfter Gewinntag in Folge bringt SMI nah ans Jahreshoch

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag klar fester aus der Sitzung gegangen. Damit hat der SMI seit vergangenem Freitag fünf Börsentage in Folge mit steigenden Kursen hinter sich gebracht. Zum Jahreshoch von Mitte März bei knapp 11’800 Punkten fehlen lediglich noch gut 40 Punkte. Gestützt wurde das Sentiment laut Händlern von neu aufgekeimten Zinssenkungshoffnungen aus den USA, von guten Konjunkturdaten aus China und einem gewissen Nachholbedarf des hiesigen Marktes, der am Vortag wegen Auffahrt geschlossen war. Allerdings verlief das Handelsgeschehen am Brückentag für das verlängerte Wochenende in eher ruhigen Bahnen, impulsgebende Nachrichten waren kaum vorhanden. Auch die schwach ausgefallenen Daten zum Konsumentenvertrauen der Uni Michigan brachten keine Bewegung mehr in die Schweizer Aktien.

Am Vortag hatten schwache US-Arbeitsmarktdaten die Hoffnung auf eine baldige Leitzinssenkung neu angefacht und die geöffneten Aktienmärkte beflügelt. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war überraschend deutlich gestiegen. Dies könnte ein weiteres Indiz für eine Abschwächung am Arbeitsmarkt und für die US-Notenbank ausschlaggebend sein, das Inflationsumfeld positiver zu sehen und die Zinsen im Herbst doch noch zu senken, hiess es dazu in Börsenkreisen.

Der FuW Swiss 50 Index gewinnt schliesslich 1,16% auf 2’398,10 Punkte. Der SMI schloss 1,31% höher bei 11’753,70 Punkten. Der SLI legte 1,24% auf 1918,50 Punkte zu und der SPI 1,29% auf 15’677,05 Punkte. Von den SLI-Titeln gingen 23 im Plus aus dem Handel und 7 im Minus.

An der Spitze der Gewinner standen zum Schluss Sandoz mit einem Plus von 3,3%. Nach dem starken Lauf der vergangenen Wochen befindet sich das Papier auf einem Allzeithoch seiner noch jungen Geschichte als eigenständig an der Börse kotierte Gesellschaft.

Von der positiven Grundstimmung profitierten zudem Julius Bär (+3,0%), Swiss Re (+2,5%), UBS (+2,4%) oder Richemont (+1,9%) überdurchschnittlich.

Holcim (+2,3%) und in etwas geringerem Masse auch Sika (+0,8%) waren in einer allgemeinen Branchenstärke bei europäischen Bauzulieferern ebenfalls gesucht, wie ein Händler erklärte. Dasselbe galt im breiten Markt für Implenia (+2,5%), welche zusätzlich von einer positiven Rückmeldung der UBS von einem Treffen mit dem CFO und dem Chef Investor Relations Rückenwind erhielten.

Gut hielten sich auch die Schwergewichte, von denen Novartis (+2%) und Roche GS (+1,3%) noch besser abschnitten als Nestlé (+1,0%).

Bei Geberit (+0,2%) kam es nach einigen starken Börsentagen im Zusammenhang mit den starken Quartalszahlen vom vergangenen Dienstag vorübergehend zu Gewinnmitnahmen, gegen Handelsende rückten aber auch diese Aktien wieder ins Plus vor. Über die letzten fünf Handelstage verteuerten sich Geberit insgesamt um rund 12%. Sie notieren damit auch im Vergleich zum Schlusskurs von Ende 2023 nicht mehr im Minus.

Tech-Aktien wie VAT (+2,2%) und im breiten Markt Comet (+2,2%) oder Inficon (+3,5%) erhielten Support von positiven Aussagen des Chipgiganten SMIC zur geplanten Investitionstätigkeit.

Zu den wenigen Verlierern unter den Blue Chips gehörten Givaudan (-0,7%) oder Kühne+Nagel (-0,6%).

Hochdorf (-3,5%) wurden von einer leichten Reduktion der Beteiligung des neuen Grossaktionärs Newlat auf unter 10% belastet, schlossen nach volatilem Verlauf aber klar über dem Tagestief.

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SMI schliesst +1,31% auf 11’753,70 Punkten (Letzter Handelstag: +0,78%)

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Devisen: Euro gerät nach US-Verbraucherumfrage unter Druck

Der Euro ist am Freitag von einer US-Konsumentenumfrage belastet worden. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1.0766 $. Vor der Veröffentlichung der Daten war der Euro noch bis auf 1.0790 $ gestiegen.

Etwas zugelegt hat der US-Dollar auch gegenüber dem Franken. Derzeit wird er zu 0.9077 gehandelt, nach 0.9071 am Mittag und 0.9066 am Morgen. Der Euro zeigt sich bei 0.9772 Fr. relativ stabil.

Zwar hat sich die Stimmung der US-Verbraucher laut einer Umfrage der Universität von Michigan im Mai deutlich eingetrübt. Gestützt wurde der Dollar jedoch durch die gestiegenen Inflationserwartungen. Auf Sicht von einem Jahr kletterten sie von 3,2% im Vormonat auf 3,5%. Die US-Notenbank Fed strebt lediglich eine Rate von 2% an. Die Inflationserwartungen sprechen also gegen baldige Zinssenkungen der US-Notenbank. Dies stützte den Dollar.

Noch am Donnerstag hatten schwache Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt die Hoffnung auf eine etwas frühere Zinssenkung der US-Notenbank Fed beflügelt und im Gegenzug den Dollar belastet. Derzeit dreht sich an den Finanzmärkten viel um die Frage, wann die grossen Zentralbanken auf die rückläufige Teuerung mit geldpolitischen Lockerungen reagieren. Weil die US-Inflation zäh ist, wird in den Vereinigten Staaten frühestens im Spätsommer mit einer ersten Zinssenkung gerechnet.

Wachstumszahlen aus Grossbritannien überraschten im frühen Handel positiv. Das britische Pfund profitierte jedoch nur kurzzeitig. Zuletzt gab das Pfund sogar zum Dollar nach. Die Wirtschaft des Königreichs hatte im ersten Quartal die Rezession hinter sich gelassen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 0,6%, während es in den beiden Quartal zuvor gesunken war. Analysten hatten zum Jahresbeginn mit einem schwächeren Zuwachs von im Schnitt 0,4% gerechnet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0.86055 (0.86083) britische Pfund, 167.87 (167.15) japanische Yen und 0.9779 (0.9770) Schweizer Franken fest.

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Ölpreise legen leicht zu

Die Ölpreise haben am Freitag an ihre Aufschläge der vergangenen Tage angeknüpft. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 84.01 $. Das waren 13 Cent mehr als am Vorabend. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juni-Lieferung stieg um 23 Cent auf 79.47 $.

Etwas Preisauftrieb kommt auch seitens der Geopolitik. Von einer erhofften Entspannung im Gaza-Krieg kann derzeit keine Rede sein. Vielmehr will sich Israel auch nicht durch wachsenden Druck seines engsten Verbündeten USA von seinem Kriegskurs abbringen lassen. Der Konflikt gilt als grosses Risiko für den gesamten ölreichen Nahen Osten.

Nach Einschätzung der Commerzbank bleibt die Lage für die Ölpreise fragil. «Chinas Rohölimporte im April waren nämlich eher enttäuschend», begründen die Experten ihre Einschätzung. Sie verweisen auf ein lokales Überangebot von Rohölprodukten. Offenbar habe die chinesische Regierung mehr Exportgenehmigungen erteilt. «Damit würde aber das Überangebot nur exportiert, was die Verarbeitungsmargen in Asien und damit auch weltweit weiter unter Druck setzen könnte», schreibt die Commerzbank.

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Aktien New York: Nasdaq-Plus schmilzt – Inflationserwartungen im Blick

Neu veröffentlichte Inflationserwartungen haben am Freitag vor allem den Technologie-Indizes an der Nasdaq den Wind aus den Segeln genommen. Höher gestartet, reduzierte der Nasdaq 100 seine Gewinne zuletzt auf nur noch 0,1% und notierte noch bei 18’131,28 Punkten.

Das von der Uni Michigan veröffentlichte Konsumklima hatte sich im Mai deutlich eingetrübt. Die darin ebenfalls enthaltenen Inflationserwartungen der Verbraucher legten merklich zu. Die Zinssenkungserwartungen erhielten also wieder einen kleinen Dämpfer, nachdem sie am Vortag von schwächeren Signalen vom US-Arbeitsmarkt noch befeuert worden waren.

Für den breit gefassten S&P 500 ging es zuletzt um 0,12% auf 5220,37 Punkte nach oben. Der Leitindex Dow Jones Industrial verbuchte ein Plus von 0,32% auf 39’513,63 Punkte. Auf Wochensicht zeichnen sich Gewinne ab.

Auf Unternehmensseite legten die Aktien des Mischkonzerns 3M unter den besten Werten im Dow um 0,9% zu, nachdem die Analysten der Bank HSBC sie auf «Buy» hochgestuft hatten. Die Experten sehen eine mögliche positive Trendwende beim Wachstum sowie positive Auswirkungen der Restrukturierung auf die Profitabilität.

Die Aktien von Novavax konnten ihren Wert mehr als verdoppeln. Der Impfstoffhersteller hatte zuvor mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi eine Lizenzvereinbarung unterzeichnet, die die Vermarktung einer kombinierten Covid-19- und Grippeimpfung vorsieht. Novavax können durch das Geschäft bis zu 1,2 Mrd. $ zufliessen. Zudem beteiligt sich Sanofi mit rund fünf Prozent an dem Unternehmen.

Aktien Schweiz: Höhenflug dauert am Brückentag an

Der Schweizer Aktienmarkt setzt seinen beeindruckenden Lauf der vergangenen Börsentage fort. Der SMI steht am Freitagnachmittag knapp unter dem Tageshoch mehr als 1% im Plus. Zum Jahreshoch von Mitte März bei knapp 11’800 Punkten fehlen lediglich noch rund 70 Punkte. Gestützt wird das Sentiment laut Händlern von neu aufkeimenden Zinssenkungshoffnungen aus den USA, von guten Konjunkturdaten aus China und einem gewissen Nachholbedarf des hiesigen Marktes, der am Vortag wegen des Feiertags Auffahrt geschlossen war. Allerdings verlaufe das Handelsgeschehen am Brückentag für das verlängerte Wochenende in eher ruhigen Bahnen, impulsgebende Nachrichten sind kaum vorhanden.

Am Vortag hatten schwache US-Arbeitsmarktdaten die Hoffnung auf eine baldige Leitzinssenkung neu angefacht und die Wall Street erneut auf Rekordkurs geschickt. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war überraschend deutlich gestiegen. Dies könnte ein weiteres Indiz für eine Abschwächung am Arbeitsmarkt und für die US-Notenbank ausschlaggebend sein, das Inflationsumfeld positiver zu sehen und die Zinsen im Herbst doch noch zu senken, heisst es in Börsenkreisen.

Der FuW Swiss 50 Index steigt gegen 14.55 Uhr um 1% auf 2394,42 Punkte. Der SMI legt um 1,06% auf 11’725,05 Punkte zu. Der SLI-Index gewinnt 1,09% auf 1915,75 und der SPI 1,04%auf 15’638,22 Punkte. Von den SLI-Titeln sind 27 im Plus und 3 im Minus.

An der Spitze der Gewinner stehen Sandoz mit einem Plus von 3,6%. Nach dem starken Lauf der vergangenen Wochen befindet sich das Papier auf einem Allzeithoch seiner noch jungen Geschichte als eigenständig an der Börse kotierte Gesellschaft.

Von der positiven Grundstimmung profitieren noch Richemont (+2,3%), Julius Bär (+2,1%) oder Swiss Re (+2%) überdurchschnittlich.

Holcim (+2,1%) und in etwas geringerem Masse auch Sika (+1,1%) sind in einer allgemeinen Branchenstärke bei europäischen Bauzulieferern ebenfalls gesucht, wie ein Händler erklärte.

Dasselbe gilt im breiten Markt für Implenia (+2,6%), welche zusätzlich von einer positiven Rückmeldung der UBS von einem Treffen mit dem CFO und dem Chef Investor Relations Rückenwind erhalten.

Hochdorf (-7,4%) werden von einer leichten Reduktion der Beteiligung des neuen Grossaktionärs Newlat auf unter 10% belastet.

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SMI-Markttechnik: leichte Überhitzung beginnt

Börsenbericht vom 10. Mai 2024 – SMI-Höhenflug dauert an | Sandoz, Richemont, Julius Bär, UBS, Swiss Re und Holcim gefragt | Hochdorf, Givaudan und Kühne + Nagel verlieren (1)

Der Swiss Market Index hat sein kurzfristiges Potenzial nach oben ausgeschöpft, die Chancen einer Konsolidierung unterhalb von 11’800 steigen dadurch. (Lesen Sie hier mehr dazu.)

Aktien New York Ausblick: Guter Lauf geht wohl weiter – Zinssenkungsfantasie

Die tags zuvor wieder stärker hochgekochten Hoffnungen auf vielleicht doch schon baldige Leitzinssenkungen in den USA dürften die Wallstreet am Freitag weiter antreiben. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eineinhalb Stunden vor dem Auftakt auf 39’490 Punkte und damit 0,26% über seinem Vortagesschluss. Der Index würde sich damit weiter seiner Bestmarke von Ende März bei 39’889 Punkten nähern. Der technologiewertelastige Nasdaq 100 dürfte ebenfalls mit moderaten Gewinnen starten.

Am Donnerstag veröffentlichte Daten hatten gezeigt, dass in den USA die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich gestiegen war. Dies interpretierten Anleger als einen weiteren Hinweis auf eine Abschwächung des Arbeitsmarktes – und genau das könnte für die US-Notenbank entscheidend sein, positiver auf das Inflationsumfeld zu schauen und den Leitzins womöglich schon bald zu senken.

Vor diesem Hintergrund richten sich die Blicke am Freitag kurz nach dem Handelsstart auf das Konsumklima der Uni Michigan, das auch Inflationserwartungen der Verbraucher enthält. Zudem äussern sich Vertreter der US-Notenbank Fed zu Wort. Ihre Äusserungen werden Anleger genau auf mögliche Hinweise zum Zinskurs abklopfen.

Auf der Unternehmensseite legten die Aktien des Mischkonzerns 3M im vorbörslichen US-Handel um 1,2% zu, nachdem die Analysten der Bank HSBC sie auf «Buy» hochgestuft hatten. Die Experten sehen eine mögliche positive Trendwende beim Wachstum sowie positive Auswirkungen der Restrukturierung für die Profitabilität.

Die Aktien von Novavax verdoppelten ihren Wert im vorbörslichen Geschäft. Der Impfstoffhersteller hatte zuvor mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi eine Lizenzvereinbarung unterzeichnet, die die Vermarktung einer kombinierten Covid-19- und Grippeimpfung vorsieht. Novavax können durch den Deal bis zu 1,2 Mrd. $ zu fliessen. Zudem beteiligt sich Sanofi mit rund 5% an dem Unternehmen.

Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte auch eine Bloomberg-Meldung über ein Vorhaben der US-Regierung in Bezug auf China. Das rückt allgemein Aktien von Autobauern, Solarunternehmen und Batteriehersteller in den Blick. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, will US-Präsident Joe Biden neue Zolle auf chinesische E-Autos und weitere strategische Sektoren erheben. Chinesische Unternehmen sind durch Autozölle bereits grossteils vom amerikanischen Markt ausgeschlossen. Chinas Solarunternehmen exportieren zudem hauptsächlich aus Drittländern in die USA, um Beschränkungen zu entgehen, wobei US-Firmen auch höhere Zölle für diesen Handel anstreben.

Devisen: Euro kann Vortagsgewinne zum US-Dollar halten – Franken kaum verändert

Der Euro hat am Freitag seine Gewinne vom Vortag weitgehend halten können. Am Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1.0777 $ und damit in etwa so viel wie am Morgen.

Auch zum Franken haben sich die beiden Währungen über Nacht kaum bewegt. Mit einem Kurs von 0.9071 Fr. notiert das USD/CHF-Währungspaar praktisch unverändert gegenüber dem Morgen (0.9066). Derweil wird das Euro-Franken-Paar nur minimal verändert zu 0.9775 nach 0.9769 Fr. im Frühgeschäft gehandelt.

Am Donnerstag hatten schwache Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt die Hoffnung auf eine etwas frühere Zinssenkung der US-Zentralbank Fed beflügelt und im Gegenzug den Dollar belastet. Derzeit dreht sich an den Finanzmärkten viel um die Frage, wann die grossen Zentralbanken auf die rückläufige Teuerung mit geldpolitischen Lockerungen reagieren. Weil die US-Inflation zäh ist, wird in den USA frühestens im Spätsommer mit einer ersten Zinsreduzierung gerechnet.

Wachstumszahlen aus Grossbritannien überraschten im frühen Handel positiv, die Landeswährung Pfund profitierte aber nur leicht. Die Wirtschaft des Königreichs konnte im ersten Quartal die Rezession hinter sich lassen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg um 0,6%, während es in den beiden Quartal zuvor gesunken war. Analysten hatten zum Jahresbeginn mit einem schwächeren Zuwachs von im Schnitt 0,4% gerechnet.

In den USA wird am Nachmittag das Konsumklima der Uni Michigan erwartet, das auch Inflationserwartungen der Verbraucher enthält. Ausserdem will sich eine ganze Reihe hochrangiger Notenbanker aus der Federal Reserve zu Wort melden. Nach wie vor geht es vor allem darum, wann die Fed ihre straffe Geldpolitik zu lockern beginnt. Derzeit werden an den Terminmärkten maximal zwei Zinssenkungen im laufenden Jahr frühestens ab Spätsommer erwartet.

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Bonds Schweiz: Wenig verändert nach Auffahrtsfeiertag

Die schweizerische Obligationenbörse tendiert am Freitag bei geringen Schwankungen mehr oder weniger seitwärts. Das Geschäft verläuft laut Händlern am Tag nach dem feiertagsbedingten Unterbruch vor dem Wochenende in ruhigen Bahnen.

Am Berichtstag ist der Primärmarkt nicht aktiv. Trotz des Feiertags am Donnerstag geht damit eine weitere aktive Woche zu Ende. Insgesamt wurden zehn Transaktionen im Umfang von 2,684 Mrd. Fr. abgewickelt.

Das Highlight war laut Händlern die Swisscom. Der Telekomkonzern platzierte drei Tranchen über insgesamt 1,145 Mrd. Fr. und stiess damit auf gute Nachfrage.

Bereits in der Vorwoche hatten Nestlé und Barry Callebaut mit mehreren Tranchen über 1,235 Mrd. bzw. 730 Mio. Fr. erfolgreich den Markt abgegrast. Weitere 975 Mio. entfielen auf die Pfandbriefbank, die gleich vier Anleihen aufstockte. Ausländische Anleihen wurden ausnahmsweise nicht begeben.

Der Juni-Kontrakt des Conf-Futures notiert gegen 13.00 Uhr um 79 Basispunkte (BP) tiefer bei 148,29%. Gehandelt sind 9 Kontrakte. Am Mittwoch war der Conf um 80 BP gefallen. Der richtungsweisende SBI fällt um 2 BP auf 131,95%.

Bisher wurden drei Eidgenossen tiefer, einer höher und einer unverändert gehandelt. Die zweijährigen Eidgenossen rentieren mit 0,858 Prozent, die zehnjährigen mit 0,741%.

Der zehnjährige Kassazinssatz steigt von 0,691% am letzten Handelstag auf 0,715%.

Ölpreise legen erneut zu – Dollar und Geopolitik stützen

Die Ölpreise haben am Freitag an ihre Aufschläge der vergangenen Tage angeknüpft. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 84.43 $. Das waren 55 Cent mehr als am Vorabend. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juni-Lieferung stieg um 59 Cent auf 79.86 $.

Die Erdölpreise haben in den vergangenen Wochen tendenziell nachgegeben. Zuletzt sorgte jedoch ein schwächerer Dollar für Auftrieb. Auslöser waren schwache Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, die der Hoffnung auf frühere Zinssenkungen der amerikanischen Notenbank Fed Nachdruck verliehen. Wechselkurseffekte spielen am Ölmarkt eine grosse Rolle, weil der Rohstoff überwiegend in der US-Währung gehandelt wird.

Preisauftrieb kommt auch seitens der Geopolitik. Von einer erhofften Entspannung im Gaza-Krieg kann derzeit keine Rede sein. Vielmehr will sich Israel auch nicht durch wachsenden Druck seines engsten Verbündeten USA von seinem Kriegskurs abbringen lassen. Der Konflikt gilt als grosses Risiko für den gesamten ölreichen Nahen Osten.

Nach Einschätzung der Commerzbank bleibt die Lage für die Ölpreise aber fragil. «Chinas Rohölimporte im April waren nämlich eher enttäuschend», begründen die Experten ihre Einschätzung. Sie verweisen auf ein lokales Überangebot von Rohölprodukten. Offenbar habe die chinesische Regierung mehr Exportgenehmigungen erteilt. «Damit würde aber das Überangebot nur exportiert, was die Verarbeitungsmargen in Asien und damit auch weltweit weiter unter Druck setzen könnte», schreibt die Commerzbank.

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Bitcoin steuert auf Wochenverluste zu

Der Bitcoin hat seinen starken Wochenauftakt nicht fortsetzen können und im Verlauf der Woche spürbar nachgegeben. Am Freitagvormittag kostete die Ur-Kryptowährung knapp 63’000$. Am Montag waren es zeitweise mehr als 65’000 $ gewesen, bevor der Kurs im Wochenverlauf sogar in Richtung 60’000 $ abgesackt war. Vor dem Wochenende konnte sich der Bitcoin zumindest etwas stabilisieren. Lesen Sie hier mehr dazu.

Aktien Schweiz: SMI zieht an – US-Zinshoffnungen sorgen für Stimmungsaufhellung

Die Schweizer Börse tendiert zum Wochenschluss auf breiter Front fester. Gründe dafür sind laut Händlern aufkeimende Zinssenkungshoffnungen aus den USA und England, gute Konjunkturdaten aus China und ein gewisser Nachholbedarf des hiesigen Marktes, der am Vortag wegen des Feiertags Auffahrt geschlossen war. Allerdings verlaufe das Geschäft eher ruhig, da viele Marktteilnehmer wegen des Feiertags eine Brücke in ein verlängertes Wochenende geschlagen hätten. Zudem seien die Impulse dünn gesät. Bislang seien kaum kursbewegende Unternehmensergebnisse oder Konjunkturdaten veröffentlicht worden.

Am Vortag hatten schwache US-Arbeitsmarktdaten die Hoffnung auf eine baldige Leitzinssenkung geschürt und die Wallstreet erneut auf Rekordkurs geschickt. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war überraschend deutlich gestiegen. Dies könnte ein weiteres Indiz für eine Abschwächung am Arbeitsmarkt sein – und für die US-Notenbank ausschlaggebend sein, das Inflationsumfeld positiver zu sehen und die Zinsen im Herbst doch noch zu senken. In den USA steht am Nachmittag das Konsumklima der Universität Michigan auf der Agenda, das auch die Inflationserwartungen enthält. Zudem werden positive Außenhandelsdaten aus China vom Vortag als Signale einer wirtschaftlichen Erholung interpretiert.

Der FuW Swiss 50 Index gewinnt um 11.05 Uhr 0,92% auf 2392,41 Zähler. Der SMI steigt um 1,18% auf 11’739,08 Punkte. Der SLI gewinnt 1,19% auf 1917,56 Punkte und der SPI 1,08% auf 15’645,06 Punkte. 29 der 30 SLI-Titel notieren im Plus. Einzig Kühne+Nagel geben nach.

Angeführt werden die Gewinner von Holcim (+2,2%). Ein Händler spricht von Konjunkturhoffnungen und verweist auf die deutlich festeren Aktien der Konkurrenten CRH oder Heidelberg Materials.

Gesucht sind die Aktien von Roche (Inh. +1,7%/GS +1,8%). Der Pharmakonzern hat mit dem auf Krebsforschung spezialisierten US-Biotechunternehmen Phanes Therapeutics einen Liefervertrag abgeschlossen. Phanes untersucht die Wirksamkeit seines Antikörpers PT217 in Kombination mit der Krebsimmuntherapie Tecentriq von Roche bei Patienten mit verschiedenen Formen von Lungenkrebs. Roche habe noch viel Aufholpotenzial, sagt ein Händler.

Aber auch die Aktien des Rivalen Novartis (+1,5%) liegen deutlich im Plus. Mit Swisscom (+1,2%) und Sandoz (+1,1%) sowie den Versicherern Swiss Re (+1,9%) und Swiss Life (+1,8%) seien weitere Aktien gefragt, die gerne von defensiven Anlegern gekauft würden, sagt ein Händler.

Richemont (+2,1%) können von den positiven Konjunkturdaten aus China vom Vortag profitieren, heisst es am Markt. Die Titel des Konkurrenten Swatch Group (+0,7%), der sowohl preisgünstige als auch hochpreisige Uhren anbietet, hinken deutlich hinterher.

Die Aktien von VAT (+1,5%) sowie die «weiter hinten» angesiedelten AMS Osram (+5,0%), Comet (+0,8%) und Inficon (+1,1%) dürften laut Händlern vom Schwung der US-Technologiebörse profitieren. Diese hatten nach einer schwächeren Eröffnung ins Plus gedreht.

Die Aktien der UBS (+0,9%) drehten nach einem schwachen Start deutlich ins Plus. Sie dürften die Gewinnmitnahmen vom Mittwoch verdaut haben, hiess es. Sie hatten am Dienstag nach der Zahlenvorlage deutlich zugelegt. Julius Bär (+2%) schafften es sogar unter die Top 3.

Nestlé (+0,5%) haben frühe Verluste gedreht. Zunächst habe ein kritischer Kommentar der ZKB belastet, heisst es am Markt.

Damit bleiben bei den Blue Chips einzig Kühne+Nagel (-1% oder 2.40 Fr.) im Minus. Kühne+Nagel werden mit einem Dividendenabschlag von 10 Fr. gehandelt. Das Minus ist somit optischer Natur.

Auf den hinteren Rängen schafft auch Temenos (+0,5% oder 0.06 Fr.) den Turnaround. Dies obwohl die Titel ex Dividende von 1.20 Fr. gehandelt werden und die Aktionäre an der Generalversammlung nicht alles abgesegnet haben.

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Aktien Schweiz Eröffnung: SMI startet höher – neue US-Zinshoffnung

Die Schweizer Börse hat den heutigen Freitag mit Gewinnen eröffnet. Positive Vorgaben aus den USA und Fernost sorgen laut Händlern für gute Stimmung und steigende Kurse. Mit einem sehr aktiven Handel wird aber nicht gerechnet. «Viele Marktteilnehmer dürften sich wegen des Feiertags am Vortag bereits in ein langes Wochenende verabschiedet haben», sagt ein Händler. Zudem seien die Impulse dünn gesät. Daher könnte der Markt nun die jüngsten Gewinne konsolidieren, heisst es weiter.

Am Vortag hatten unerwartet schwache US-Arbeitsmarktdaten und die Hoffnung auf doch noch baldige Leitzinssenkungen in den USA die Wall Street erneut auf Rekordkurs geschickt. So war die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich gestiegen. Dies könnte ein weiteres Indiz für eine Abschwächung des Arbeitsmarktes sein – und genau das könnte für die US-Notenbank Fed ausschlaggebend sein, das Inflationsumfeld positiver zu sehen.

Der FuW Swiss 50 Index steigt 09.15 Uhr um 0,64% auf 2386 Punkte. Der SMI notiert um 0,66% höher bei 11’678,52 Punkten. Der SLI gewinnt 0,73% auf 1908,88 Punkte und der SPI 0,6% auf 15’570,47 Punkte. 27 SLI-Titel steigen, drei fallen.

Weit oben auf der Kurstafel stehen defensive Titel wie Swisscom (+1,5%), Novartis (+1,4%), Roche GS (+1,4%) und Sandoz (+1,2%). Mit den Versicherern Swiss Re (+1,4%) und Swiss Life (+1%) seien weitere Aktien gefragt, die gerne von defensiven Anlegern gekauft würden, sagt ein Händler.

Richemont (+1,4%) könnten von den positiven Konjunkturdaten aus China vom Vortag profitieren, heisst es am Markt. Die Titel des Konkurrenten Swatch Group gewinnen 0,7%.

Auf der anderen Seite geben Kühne + Nagel (-1,2% oder 3 Fr.) nach. Kühne + Nagel werden mit einem Dividendenabschlag von 10 Fr. gehandelt. Das Minus ist also optischer Natur.

Schwächer sind zudem UBS (-0,4%), die den Kurssprung nach dem Quartalsbericht verdauten, wie es heisst.

Auch Nestlé (-0,3%) geben leicht nach. Händler verweisen auf einen kritischen Kommentar der ZKB.

Auf den hinteren Rängen fallen Temenos (-0,8% oder 0.45 Fr.) auf. Die Titel werden ex Dividende von 1.20 Fr. gehandelt.

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SMI eröffnet +0,51% auf 11’661,72 Punkte (Letzter Handelstag: +0,78%)

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Aktien Schweiz Vorbörse: SMI etwas fester gesehen – neue US-Zinshoffnung

An der Schweizer Börse werden zum Wochenschluss leicht festere Kurse erwartet. Positive Vorgaben aus den USA und Fernost dürften für gute Stimmung sorgen, sagen Händler. Darauf deuten auch die vorbörslichen Indikationen hin. Allerdings wird nach dem Feiertag am gestrigen Donnerstag, an dem in der Schweiz nicht gehandelt wurde, kein sehr aktives Geschäft erwartet. «Viele Marktteilnehmer dürften sich bereits in ein langes Wochenende verabschiedet haben», meint ein Händler. Zudem seien die Impulse bislang dünn gesät. So könnte der Markt nun auch die jüngsten Gewinne konsolidieren und damit einen Gang zurückschalten, nachdem der SMI in der laufenden Woche bislang knapp drei Prozent zugelegt hat.

Am Vortag hatten unerwartet schwache US-Arbeitsmarktdaten und die Hoffnung auf doch noch baldige Leitzinssenkungen in den USA die Wall Street erneut auf Rekordkurs geschickt. So war die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich gestiegen. Dies könnte ein weiteres Indiz für eine Abschwächung des Arbeitsmarktes sein – und genau das könnte für die US-Notenbank Fed ausschlaggebend sein, das Inflationsumfeld positiver zu sehen und möglicherweise schon bald den Leitzins zu senken. Hinzu kamen am Vortag positive Zinssignale der Bank of England und erfreuliche Konjunkturdaten aus China.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 08.15 Uhr um 0,53% höher bei 11’663,15 Punkten. Mit Ausnahme von Kühne + Nagel notieren alle SMI-Titel höher.

Kühne + Nagel (-2,7% oder -6.74 Fr.) werden mit einem Dividendenaschlag von 10 Fr. gehandelt. Damit ist das Minus optischer Natur. Die übrigen SMI-Titel werden zwischen +0,4%(Swisscom) und +0,9% (Alcon) gehandelt.

Ähnlich sieht es auch im SMIM aus. Auch hier ist mit Temenos (-1,1% bzw. -0.61 Fr.) ein Titel, der die Dividende (1.20 Fr.) ausschüttet, der einzige Verlierer. Bei Temenos könnten sich die Ergebnisse der Generalversammlung noch auswirken. Die Aktionäre stimmten dem Vergütungsbericht 2023 und dem Antrag auf Statutenänderung nicht zu.

Die anderen Titel werden um bis +1% (Idorsia) höher gestellt. Idorsia waren schon an den Vortagen gefragt, nachdem das Unternehmen nach der Zustimmung der Obligationäre zu den neuen Bedingungen der Wandelanleihe finanziell wieder etwas Luft hat.

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Ölpreise legen weiter zu – Dollar und Geopolitik stützen

Die Ölpreise haben am Freitag ihre Aufschläge der vergangenen Tage ausgebaut. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 84.44 $. Das waren 56 Cent mehr als am Vorabend. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juni-Lieferung stieg um 63 Cent auf 79.89 $.

Die Erdölpreise haben in den vergangenen Wochen tendenziell nachgegeben. Zuletzt sorgte jedoch ein schwächerer Dollar für Auftrieb. Auslöser waren schwache Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, die der Hoffnung auf frühere Zinssenkungen der amerikanischen Notenbank Fed Nachdruck verliehen. Wechselkurseffekte spielen am Ölmarkt eine grosse Rolle, weil der Rohstoff überwiegend in der US-Währung gehandelt wird.

Preisauftrieb kommt auch seitens der Geopolitik. Von einer erhofften Entspannung im Gaza-Krieg kann derzeit keine Rede sein. Vielmehr will sich Israel auch nicht durch wachsenden Druck seines engsten Verbündeten USA von seinem Kriegskurs abbringen lassen. Der Konflikt gilt als grosses Risiko für den gesamten ölreichen Nahen Osten.

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Devisen: Euro kann Vortagsgewinne halten – Euro/Franken kaum verändert

Der Euro hat am Freitagmorgen seine Gewinne vom Vortag weitgehend halten können. Im frühen Handel kostet die Gemeinschaftswährung 1.0776 $ und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend.

Auch zum Franken haben sich die beiden Währungen über Nacht kaum bewegt. Mit einem Kurs von 0.9066 notiert das Währungspaar Dollar/Franken praktisch unverändert gegenüber dem Vorabend (0.9062). Für den Euro/Franken ergibt dies einen Kurs von 0.9769 nach 0.9768 am Donnerstagabend.

Am Donnerstag hatten schwache Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt die Hoffnung auf eine etwas frühere Zinssenkung der US-Zentralbank Fed beflügelt und im Gegenzug den Dollar belastet. Derzeit dreht sich an den Finanzmärkten viel um die Frage, wann die grossen Zentralbanken auf die rückläufige Teuerung mit geldpolitischen Lockerungen reagieren. Weil die US-Inflation zäh ist, wird in den USA frühestens im Spätsommer mit einer ersten Zinsreduzierung gerechnet.

Am Morgen dürften Anleger neue Wachstumszahlen aus Grossbritannien in den Blick nehmen. Auch dort stellt sich die Frage des Zeitpunkts einer ersten Zinssenkung. Am Donnerstag hatte die Notenbank ihre Bereitschaft signalisiert, damit nicht mehr allzu lange warten zu wollen. In den USA steht am Nachmittag das Konsumklima der Uni Michigan an, das auch Inflationserwartungen der Verbraucher enthält.

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Aktien Asien/Pazifik: Zinshoffnungen liefern etwas Rückenwind

Die Hoffnung auf eine vielleicht doch baldige Leitzinssenkung in den USA hat den wichtigsten Börsen Asiens am Freitag überwiegend Rückenwind verliehen.

Die US-Arbeitsmarktdaten hatten am Donnerstag schon die Wallstreet angetrieben. So war die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich gestiegen. Dies könnte ein weiterer Hinweis auf eine Abschwächung des Arbeitsmarktes sein – und genau das könnte für die US-Notenbank entscheidend sein, positiver auf das Inflationsumfeld zu schauen und den Leitzins womöglich schon bald zu senken.

In Japan schloss der Leitindex Nikkei 225 0,4% höher mit 38’229,11 Punkten.

Mit Blick auf China ging es in der Sonderverwaltungszone Hongkong für den technologiewertelastigen Hang Seng zuletzt um 2,1%auf 18’935 Punkte nach oben. Der Hang Seng und der CSI 300 mit den wichtigsten Werten der Festlandbörsen Chinas hatten bereits am Vortag teils deutlich von chinesischen Aussenhandelsdaten profitiert. Die hatten Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung gemacht. Am Freitag kam der CSI 300 nun aber mit einem Plus von 0,1% auf 3668 Punkte indes nur wenig vom Fleck.

Für Aufmerksamkeit könnte hier eine Bloomberg-Meldung über ein Vorhaben der US-Regierung gesorgt haben, die Aktien von Autobauern, Solarunternehmen und Batteriehersteller in den Blick rückte. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet hatte, wollen die USA neue Zolle auf chinesische E-Autos und weitere strategische Sektoren erheben. Chinesische Unternehmen sind durch Autozölle bereits grossteils vom amerikanischen Markt ausgeschlossen. Chinas Solarunternehmen exportieren hauptsächlich aus Drittländern in die USA, um Beschränkungen zu entgehen, wobei US-Firmen auch höhere Zölle für diesen Handel anstreben.

In Australien stieg der Kurs des S&P/ASX 200 um 0,4% auf 7749 Punkte.

Neue Hoffnung auf eine Zinssenkung an Wallstreet

Die Meldung, dass die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA über Erwarten gestiegen ist, weckte neue Hoffnung auf eine Zinssenkung und liess am Donnerstag die Aktienkurse steigen. Der Leitindex Dow Jones Industrial verbesserte sich um 0,9% auf 39’388 Punkte. Für ihn war es der siebte Handelstag im Plus. Der marktbreite Index S&P 500 schloss 0,5% höher auf 5214 Zählern. Der technologielastige Nasdaq Composite kletterte 0,3% auf 16’346 Punkte.

Gemäss «Wall Street Journal» führen T-Mobile US (+1,1%) und Verizon (+0,8%) Gespräche über eine Aufteilung des Unternehmens US Cellular. T-Mobile US soll demnach Teile verkaufen und Verizon übernehmen. Die Aktien des Mehrheitseigners von US Cellular, Telephone and Data Systems, schossen 28,7% in die Höhe.

Der Chipentwickler ARM (–2,3%) meldete eine enttäuschende Umsatzprognose. Auch andere Titel der Halbleiterbranche gaben nach, wie Nvidia (–1,8%) und Broadcom (–1,5%).

Airbnb (–6,9%) enttäuschte ebenfalls mit ihrer Schätzung für die künftigen Verkäufe.

Die Aussicht auf tiefere Zinsen begünstigte dagegen die Kurse der Mega Caps Apple (+1%), Amazon (+0,8%) und Meta (+0,6%). Die Marktverzinsung der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihe fiel auf 4,46%.

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Author: Kerri Lueilwitz

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